CD-Rezension / Review / Kritik

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SynthAttack Harsh Is Back CD Cover

SynthAttack „Harsh Is Back”

(darkTunes/Soulfood)
Getreu dem Ärzte-Motto „Immer mitten in die Fresse rein” jagen SynthAttack auch mit ihrem dritten Album die Meute über die Tanzfläche. Aggrotech ohne Verschnaufpause ist das Motto des seit 2015 aktiven Duos aus Niedersachsen. Mit drückenden Bassbeats und rasenden BPM suchen SynthAttack ihr Heil namensgetreu in der Attacke, die verzerrte Stimme ruft Parolen à la „Life Is A Bitch“, „Take Control Forever“ oder eben „Harsh Is Back“. Ganz bewusst besetzt Bandgründer Martin Schindler damit jene Nische, die seit der Hochphase des Genres vor einigen Jahren ziemlich mausetot schien. Und versucht sich nach dem ersten Achtungserfolg „Insomnia“ mit jetzt „Blood Dance 2.0“ erneut an einer populären Coverversion, die diesmal allerdings gar keine ist: Vielmehr haben SynthAttack diesmal das Original (aus dem Horrorstreifen „Blade“) so sehr verfremdet, dass es eher ein Remix als ein Cover ist. Urheberrechtliche Hindernisse konnte es diesmal somit nicht geben. Ein weiteres Indiz dafür, dass SynthAttack begriffen haben, wie es läuft. Und das sind beste Voraussetzungen für den Weg nach oben.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2017.
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