CD-Rezension / Review / Kritik

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Scandroid Monochrome CD Cover

Scandroid „Monochrome”

(FiXT Music)
Was für ein Tausendsassa! Der Amerikaner Scott Albert alias Klayton produziert nicht nur Musik für unzählige Blockbusterfilme wie „Deadpool“, „X-Men“ oder „Mission Impossible“ oder erfolgreiche Computerspiele, sondern steht gleich hinter drei aktiven Bands: Circle Of Dust, eine Industrialrock-Band aus den 90er-Jahren, sein wohl bekanntestes Baby Celldweller und eben vorliegende Scandroid, die sich der synthetischen Seite der 80er Jahre widmen. Mit letzteren arbeitet er erst seit 2016, hat aber nach dem gleichnamigen Debüt und dem Remixalbum „Dreams Of Neo-Tokyo“ drei Alben innerhalb weniger Monate herausgebracht. Von Fließbandarbeit kann trotzdem nicht die Rede sein, das Album besticht durch seine Liebe zum Detail. Das ist Laser-Disco! Wirklich unglaublich aufwändig produziert, im Bombast der Synthies geht der DIY-Charme dieser Ära bisweilen etwas verloren – Man kann sich deshalb in vielen Momenten wie bei der Coverversion von Michael Jacksons „Thriller“ kaum entscheiden: Ist das jetzt genial oder totaler Schrott? Doch entscheidet selbst.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2017.
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