CD-Rezension / Review / Kritik

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lost in desire skin

Lost In Desire
„Skin“
(Music Obscure/Echozone/Soulfood)
Nur nichts überstürzen, den eigenen Ideen Zeit und Raum geben und Entwicklungen nicht erzwingen. Die vier Jahre, die zwischen dem Debüt und dem neuen Album „Skin“ vergangen sind, hat Stephan Sutor, der musikalische Kopf hinter Lost In Desire, optimal genutzt. Geradliniger und präziser gelingt es den Österreichern, ihre dunklen Rock-Songs mit Leben zu füllen und vielerlei Einflüsse harmonisch zu integrieren. Von Post-Punk über Alternative Rock bis hin zu Grunge, Schranken sind den Songs keine gesetzt. Mal lässig und verträumt, dann wieder angespannt und konzentriert, keine zwei Songs offerieren hintereinander dieselbe Atmosphäre. Nie ganz frei von Melancholie, wirken selbst Disco-Anklänge nicht störend. Ihre besten Momente erleben die Songs allerdings, wenn nicht kraftvolle Gitarrenriffs das Gesamtbild dominieren, sondern die Synthie-Melodien zu großen Emotionen einladen. Ganz ohne Pathos ermöglichen die Lieder auf diesem Wege ein Eintauchen in die Welt von Lost In Desire, in der jeder seine Nische finden kann.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

Thursday the 14th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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