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CD-Rezension / Review / Kritik

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Die Form Baroque Equinox CD Cover

Die Form „Baroque Equinox“

(Trisol/Soulfood)
Philippe Fichot hat als Künstler diese unterschiedlichen Seiten: Einerseits kann er bis zum Befremden elektronische Klangskulpturen erschaffen, ganz einem bizarren, künstlerischen Ansatz folgend. Doch bei Die Form gelingt es ihm auch immer wieder, unwiderstehliche Tanzflächenfüller mit seinem leicht bedrohlichen Fetisch-Elektro zu produzieren. „Psychic Poison (Night Fever)“, mit dem er das Album „Baroque Equinox“ eröffnet, ist so ein Fall, der schon nach zwei Takten einen strikten Tanzbeat und gleich darauf einen hängen bleibenden Refrain liefert. Mit der griffigen Zeile „We don’t need a god“ und der darin inbegriffenen atheistischen Verweigerung jeder Form von Religion dürfte er viele seiner Fans unmittelbar beglücken, zumal der Song vom Duett zwischen Fichots verzerrter Computerstimme und dem bestechenden Alt-Gesang seiner Partnerin Éliane P. profitiert. Geradezu überraschend melodisch, fast volksliedhaft klingt auch Élianes Gesang in „Hypnophonia“. So vergleichsweise einfach zugänglich wie dieses Album ist lange keines der Werke von Fichot gewesen. Weitere Anspieltipps: „Bis Repetita“ und „Flesh Memory“.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
Tuesday the 1st.
2017 Sonic Seducer Magazin

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