CD-Rezension / Review / Kritik

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unterschicht monster akt i kopfkino


Unterschicht
„Monster Akt I - Kopfkino”
(Danse Macabre/Alive)
Da hat sich jemand viel vorgenommen! Vorliegendes Album ist der Nachfolger des 2011er-Debüts „Laut und Dreckig“ und Auftakt einer Trilogie. Mal sehen, ob das Publikum mitgeht. Die Band bezeichnet den eigenen Sound jedenfalls selbstbewusst als Hellectro, auch wenn das im Jahr 2014 etwas uncool anmuten mag. Trotz Hellectro-Label geht es durchaus abwechslungsreich zur Sache. Denn auf dem Album gibt es eben nicht nur diese typischen knalligen Techno-/EBM-Nummern mit megaverzerrtem Brüllgesang und einer eher einfachen Melodieführung - So ein Song ist der Opener „Mann im Kopf“, der es wohl in den nächsten Wochen auch zu Clubehren bringen wird. So gibt es mit „Stripper“ großraumdisco-kompatiblen Cybersound mit fetten Technobeats und provokanten Samples im bewährten Stil von [x]-Rx & Co. („Ihr Oberluder, es gibt Frischfleisch!“). Auch auf der Agenda des Albums: Düster-experimenteller Ambient/Noise („Butterfly“) sowie Tracks, die als 100%ige Suicide Commando-Kopie durchgehen („I Kill You“). Über den weiteren Verlauf der Trilogie halten wir Euch auf dem Laufenden.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.

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