CD-Rezension / Review / Kritik

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staubkind alles was ich bin

Staubkind
„Alles was ich bin”
(Out Of Line/Rough Trade)
Nach den Album-Chartplatzierungen von „Staubkind“ und „Wo wir zuhause sind“ ist es für die Melodic Rocker Staubkind ohne Frage nicht ganz einfach, den vielen Erwartungen gerecht zu werden, die ihnen entgegengebracht werden. Und so mancher möchte nun sicher schon mit dem Gemecker ansetzen, dass ja jetzt alles voll auf Mainstream ausgerichtet sei usw.- daher gleich mal vorneweg: Louis hat nie gesagt, dass seine Musik nur für eine Szene gedacht sei. Und kennt man die Band ein wenig, so ist schnell klar, dass man sich in dem Punkt auch auf „Alles was ich bin“ treu geblieben ist. Stimmungsvolle Rock-Songs mit intelligenten und unter die Haut gehenden deutschen Texten sind auch auf diesem Album Programm – schon die Single „Wunder“ trifft den Hörer mitten ins Herz und verdeutlicht die Singer/Songwriter-Qualitäten eines Louis Manke. Insgesamt geht es mit Songs wie „So still“, „Vorbei“ und auch dem Titelsong sehr Staubkind-typisch um die Themenbereiche Sehnsucht, Verlust und Liebe – insgesamt vielleicht ein wenig mehr mit zarten Lichtblicken garniert als sonst. Doch auch die rockige Komponente kommt nicht zu kurz: „Hörst Du mich“, „Warum“ oder auch das druckvolle „Was für immer bleibt“ tragen den eigenen Wurzeln Rechnung und unterstreichen, dass Staubkind nicht komplett auf Schmusekurs gehen. Klasse auch, dass es für die Fans auf der Deluxe Edition fünf der neuen Songs als Akustik-Versionen geben wird und die limitierte Fanbox mit opulentem Fotoband nebst von Louis eingesprochenem Audiokommentar sicher für alle die die richtige Wahl ist, die die Band schon seit Beginn ihrer nunmehr 10-jährigen Karriere begleiten.
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.


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