CD-Rezension / Review / Kritik

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substaat macht

Substaat
„Macht“
(Danse Macabre/Alive)
Die drei Jungs von Substaat können auf ihrem zweiten Werk „Macht“ wirklich nicht verleugnen, dass sie aus Norwegen kommen – und das ist auch gut so! Seit Jahren endlich mal wieder eine Band, die Synth- und Electropop elegant ins Hier und Jetzt holt, ohne dabei ewig gestrig zu klingen. Mit so souveräner Hand heutzutage noch so ein Werk in diesem Genre rauszuhauen, das nicht wie so viele andere unter die Rubrik „Ferner liefen“ fällt, muss man erst mal hinbekommen. Der EBM-Begriff fehlt? Absichtlich, denn davon ist nach dem selbstbetitelten Debüt nichts übrig geblieben. Stimmlich erinnert Terje Vangbo angenehm an Camouflage-Sänger Marcus Meyn, musikalisch bewegen sich die drei Musiker im Fahrwasser von Bands wie Icon Of Coil – gut zu hören im Titelstück – und Mesh, die auch gleich von „Electric“ einen Remix beisteuerten. Neben den gerade genannten bleiben besonders „Full Access“ und der super-catchige Clubhit „Berlin“ im Ohr hängen. Hätten Substaat nicht erst 2008 angefangen, Musik zu machen, hätten sie gut und gerne in den Hochtagen des Synth- und Futurepop ganz oben mitspielen können und würden jetzt in einem Atemzug mit Andy LaPlegua und Stephan Groth genannt. Aber, ganz ehrlich – Norwegen und elektronische Musik, was soll da schon schiefgehen? Super Album!
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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