CD-Rezension / Review / Kritik

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noisuf x invasion

Noisuf-X
„Invasion“
(ProNoize/Dark Dimensions/Broken Silence)
Bitte den Kopf einziehen und den Blick gen Himmel richten, denn hier ist was im Anflug. Ist es ein Hubschrauber? Nein. Ein Ufo? Nein. Was ist es dann? „Invasion“, das neue Album von Jan L. aka Noisuf-X, ein technoider Panzer, der alles erbarmungslos wegballert. Dass man bei Noisuf-X immer mit ordentlich Wumms rechnen muss, ist keine Neuigkeit, aber das frisch gepresste Album des Esseners setzt nicht nur ein Schüppchen, sondern gleich eine ganze Schubkarre obendrauf. Beim neuen Release handelt es sich außerdem um einen streng limitierten, der mit fünf Bonustracks auf einer separaten Disk aufwartet, doch beginnen wir am Anfang, der sich, passenderweise, „Let’s Get Started“ nennt. Holla die Waldfee, da rappelt’s schon ab der ersten Sekunde gewaltig im Karton. Schnurstracks geht es weiter mit „The Typical ‚Fuck You’ Song“. Ja, und das ist er auch – eine verbale Kampfansage. Ebenfalls hasstiradig kommt „Anything Else To Say“ daher, wenn auch vom Sound etwas weniger hart. Für Power, Härte und noch mehr Clubsound sorgen dann die restlichen Songs der ersten Platte, beispielsweise „Mad As Hell“ oder die experimentelle Coverversion „Hall Of The Mountain King“, Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“. Scheibchen Nummer zwei hat zwar an Quantität weniger zu bieten, aber Noisuf-X funktionieren auch in nur fünf Songs. Fürs Trommelfell könnte es etwas schmerzhaft werden. Ein bisschen Schwund ist halt immer. Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

Monday the 23rd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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