CD-Rezension / Review / Kritik

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model kaos phoenix

Model Kaos
„Phoenix”
(Danse Macabre/Alive)
Das Würzburger Trio meldet sich mit neuem Sänger und neuem Album eindrucksvoll zurück. Die interessante Mischung aus Electro-Sounds mit Wurzeln in den 80ern, Dark Wave-Melancholie und Future Pop, mit der Model Kaos beim Vorgänger punkten konnten, haben sie beibehalten, lediglich die Gewichtung der Zutaten verändert. So wurden auf „Phoenix“ die Gitarrenriffs deutlich zugunsten von elektronischeren Elementen zurückgeschraubt, was die Band in die Nähe von VNV Nation und Clan Of Xymox bringt. Die facettenreiche Gesangsstimme von KRIS passt dazu wie die Faust aufs Auge. Mit „New Age“ geht es sehr beschaulich los, zieht aber mit „Running“ bereits deutlich an. Auch „The Fire“ kommt sehr temporeich daher, bei dem garantiert alle Future-Pop-Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Elektronische Musik, die dennoch warm und emotional klingt. Perfekt für den Einsatz im Club geeignet sind „The Master“ mit treibenden Beats sowie der Titeltrack, bei dem KRIS die beste Gesangsleistung des Albums abliefert. Man kann den Sommerurlaub auf mindestens zwei Arten angenehm verbringen – chillend und tanzend. Mit „Phoenix“ klappt beides. Clubtauglicher, luftiger und homogener als der Erstling.
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

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