CD-Rezension / Review / Kritik

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manic street preachers futurology

Manic Street Preachers
„Futurology“
(Columbia/Sony)
Die Einschläge kommen wieder näher. Nachdem die walisischen Alternative-Rocker nach „Postcards From A Young Man“ drei Jahre brauchten für das nächste Werk „Rewind The Film“, vergingen bis zum aktuellen Langspielrelease gerade mal etwas mehr als acht Monate. Die Fans wird dies freuen, auch wenn man sich wieder an neue Sounds gewöhnen muss. Wobei man dies gewohnt sein sollte, klingt doch keines ihrer Alben gleich. Aufgenommen wurde die Scheibe in den renommierten Räumen der Berliner Hansa Studios, wo schon David Bowie „Heroes“ einspielte. Die dreizehn Lieder sind wieder mit intelligenten Texten über soziale und politische Probleme versehen. Soundtechnisch gibt es wesentlich wütendere Maniacs als zuvor, was man vor allem an den schrammeligeren Gitarren ablesen kann. Es ist schon eine deutliche Abkehr von der letzten CD. Neben Alternative vereinen sie ziemlich genial Krautrock, New Pop und auch ein wenig Disco Punk. Das Ganze klingt wirklich homogen und immer treibend nach vorn. Neben dem Titeltrack „Futurology” sind „Let’s Go To War” und „Black Square“ passende Anspieltipps. Ein weiteres Highlight ist der deutsch-englische Track „Europa geht durch mich“, an dem Schauspielerin Nina Hoss mitwirkte und die deutschen Parts einsang. Insgesamt ein starkes Album, auch wenn der etwas andere Stil ein paar Fans vergraulen könnte.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

Monday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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