CD-Rezension / Review / Kritik

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Near Earth Orbit A.T.O.M. CD Cover

Near Earth Orbit „A.T.O.M.“

(Solar Lodge/Alive)
Das neue Album von Near Earth Orbit lebt von Gegensätzen: Chaos und Ordnung, Melodien und Noiseattacken, sanfte Klavierpassagen und harte Gitarrenriffs, das alles ist auf „A.T.O.M.“ zu finden und wirft die Zuhörer in ein Wechselbad der Gefühle von finster-bedrohlich bis friedlich-versöhnlich. Aber vor allem ist „A.T.O.M.“ wieder ein Soundtrack. All die unterschiedlichen musikalischen Passagen dienen dazu, die Geschichte zu verdeutlichen, im Kopf einen Film entstehen zu lassen, vielleicht auch einen eigenen weiterzuspinnen nach den Vorgaben von N.E.O. Die ersten beiden Songs „Overlords“ und „Nine Billion Names Of God“ stellen eine neue Stufe der musikalischen Härte im N.E.O.versum dar, niemals klang Gothic Rock brachialer, doomiger und bombastischer. Daneben gibt es dann aber noch vertonte Einsamkeit mit dem mystisch-verklärten, erhaben klingenden „Lucifer Rising“, ja selbst ein unwiderstehlich eingängiger Tanzflächenfüller ist dabei (der Titeltrack „A.T.O.M.“). „A.T.O.M.“ ist ein philosophisch-musikalisches Gesamtkunstwerk.
Karin Hoog

Near Earth Orbit „A.T.O.M.“

(Solar Lodge/Alive)

Das neue Album von Near Earth Orbit lebt von Gegensätzen: Chaos und Ordnung, Melodien und Noiseattacken, sanfte Klavierpassagen und harte Gitarrenriffs, das alles ist auf „A.T.O.M.“ zu finden und wirft die Zuhörer in ein Wechselbad der Gefühle von finster-bedrohlich bis friedlich-versöhnlich. Aber vor allem ist „A.T.O.M.“ wieder ein Soundtrack. All die unterschiedlichen musikalischen Passagen dienen dazu, die Geschichte zu verdeutlichen, im Kopf einen Film entstehen zu lassen, vielleicht auch einen eigenen weiterzuspinnen nach den Vorgaben von N.E.O. Die ersten beiden Songs „Overlords“ und „Nine Billion Names Of God“ stellen eine neue Stufe der musikalischen Härte im N.E.O.versum dar, niemals klang Gothic Rock brachialer, doomiger und bombastischer. Daneben gibt es dann aber noch vertonte Einsamkeit mit dem mystisch-verklärten, erhaben klingenden „Lucifer Rising“, ja selbst ein unwiderstehlich eingängiger Tanzflächenfüller ist dabei (der Titeltrack „A.T.O.M.“). „A.T.O.M.“ ist ein philosophisch-musikalisches Gesamtkunstwerk.

Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.
Wednesday the 13th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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