CD-Rezension / Review / Kritik

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naeo III


Näo
„III“
(Ant-Zen)
Album Nummer drei der krassen Außenseiter bei Ant-Zen. Die Franzosen benennen Nine Inch Nails und 65daysofstatic als Haupteinflüsse und spielen Instrumente einer konventionellen Rock-Band. Dennoch sind sie beim ersten Label für experimentelle Elektronik an der richtigen Adresse. Warum? Weil sie trotz aller Organik extrem experimentell und schlicht einzigartig sind. Gitarren und Schlagzeug werden mit Effekten beladen und in vielfach geschichtete elektronische Soundbetten gelegt. „III“ rockt und ist spacig zugleich, wandelt im Zwischenraum von Ambient, Post-Rock, TripHop, Klassik, Noise und Digital Hardcore. Pierre-André Pernin, Thibault Fellmann und Jordan Daverio entwickeln das Kunstwerk Näo weiter und bleiben auch nach mehreren Hörgängen kaum zu fassen. Die elf Stücke des Albums verwandeln sich permanent, verdichten sich, schaukeln sich dramatisch auf und sind rein instrumental. Für Gesang wäre allerdings auch kein Platz mehr gewesen.
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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