CD-Rezension / Review / Kritik

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La Magra Fairytales From Graves CD Cover

La Magra „Fairytales From Graves”

(E-Noxe/Nova Media)
Dieses Album mit seinem synthetisch-tanzbaren Gothic ist ein ziemlicher Anachronismus. Das ist keine hochkomplexe Hochglanzproduktion, sondern sehr minimalistisch gehalten mit viel Drive und roher Energie. Neben den Electro/EBM-lastigen Beats sind diesmal die Gitarren stärker in den Vordergrund gerückt. In „Kill Them All“ klingt sogar eine gewisse Liebe zum Metal durch. Und genau so, wie es vorliegt, könnte „Fairytales From Graves” auch aus den 90er-Jahren des Gothic/Darkwave-Undergrounds stammen. Trotz der konsequenten Themenwahl, den sehr authentisch wirkenden 70er-Jahre-Gruselartworks also keine Hintergrundbeschallung für Rollenspieler, sondern Sounds für eine abgefuckte Clubnacht. Mystische Gefühle kommen da nicht auf; trotz aller Begeisterung für Vampire, Moore und Werwölfe.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.