CD-Rezension / Review / Kritik

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Miss May I Shadows Inside CD cover

Miss May I „Shadows Inside“

(Sharptone Records/Warner)
Sechs Alben in acht Jahren – das muss den Amerikanern von Miss May I erst einmal jemand nachmachen. Noch dazu ist das Niveau dieser Veröffentlichungen ohnehin schon hoch, aber das neue Album „Shadows Inside“ setzt die bandinterne Messlatte um ein ganzes Stück höher: natürlich hat man auch hier die klassischen Thrash- und Heavy Metal-Elemente, die den stilechten MetalCore ausmachen. Aber es gibt auch die fast schon elektrisch klingenden Passagen, die an Bands wie Fear Factory erinnern, oder ein Song wie „Never Let Me Stay“, der in seiner mysteriösen und bedrückenden Atmosphäre etwas nach Tool klingt. Die Stimme von Sänger Levi Benton war – wie im Interview in dieser Ausgabe nachzulesen ist – einer der Fokuspunkte bei den Aufnahmen, und dementsprechend abwechslungsreich, klar und druckvoll kommt sie aus den Lautsprechern. „Shadows Inside“ ist das abwechslungsreichste Album von Miss May I, aber bleibt dem Stil der Band treu. Hier werden sicherlich keine alten Fans verloren, aber trotzdem viele neue gewonnen werden.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
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