CD-Rezension / Review / Kritik

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mildreda coward philosohy

Mildreda
„Coward Philosophy”
(Alfa Matrix/Bandcamp)
Im Musikbusiness und -journalismus wird bekanntermaßen oft mit Vergleichen gearbeitet, die leider nur sehr selten den Kern der Musik treffen. So wird ärgerlicherweise jedes Projekt, das Rock mit Elektronik mischt, mit Nine Inch Nails und jedes 17-jährige Synthie-Talent gleich mit Kraftwerk verglichen. Das ist Quatsch, klar. Aber manchmal treffen Plattenfirmen mit ihren Vergleichen trotzdem ins Schwarze. So wie hier, denn Mildreda, der Vorläufer der kultigen Diskonnekted, wird damit beworben, dass der klassische Dark Electro der Neunzigerjahre, den Bands wie yelworC, Placebo Effect oder Numb prägten, wiederbelebt wird. Und das ist tatsächlich der Fall, obwohl die Songs neu sind. Na ja, zumindest 13 Tracks sind brandneu – Jan Dewulf hat sie im zarten Alter von 16 Jahren produziert, womit einmal mehr sein großes musikalisches Talent unter Beweis gestellt wird. Die anderen 20 Songs der digitalen Veröffentlichung stammen von zwei alten Tapes namens „II Castrado“ (1995) und „De Laffe Denker“ (1996).
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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