CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
nfd waking the dead

NFD
„Waking The Dead“
(Jungle Records/Rough Trade)
Gothic-Rock in epischer Leinwandbreite. Gitarrenwände so gewaltig wie die Monsterwellen atlantischer Winterstürme. Unterstützt von James McIlroy (Cradle Of Filth), Tony Pettitt (The Eden House, Fields Of The Nephilim), Chris Milden und Luca Mazzucconi (beide Lahannya) liefert Frontmann, Gitarrist und Songwriter Peter ‚Bob‘ White mit „Waking The Dead“ zehn Gothic-Perlen alter Schule. Etwas über ein Jahr nach der EP „Reformations“, die das Ende einer fünfjährigen Durststrecke bedeutete, schließen die neuen Stücke nahtlos an deren Material an. NFD, das ist und bleibt ein Sound im Stil von Fields Of The Nephilim, etwas kantiger, weniger psychedelisch oder ausweglos, dafür geradliniger und mehr Rhythmus-orientiert. Jeder Song birgt eine kleine nostalgische Auszeit im mehlverklebten Ledermantel. Wo andere Bands ähnlicher Klangwelten vor Jahren die Segel strichen und den Fields die Alleinherrschaft überließen, bleiben NFD geschickt am Ball. Mit Fingerspitzengefühl wird so längst vergangener Ruhm in die Gegenwart transportiert und am Leben erhalten. Was diesem Album jedoch zu echter Größe fehlt, ist ein Hit der Marke „Moonchild“ oder „Laura“. Bis ein solcher Meilenstein gelingt, wird es wohl noch ein wenig dauern.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Saturday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©