CD-Rezension / Review / Kritik

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robert marlow the future remixes

Robert Marlow
„The Future - Remixes“
(Electro-Shock-Records)
Vor wenigen Monaten veröffentlichte das Basildoner Original sein erstes neues Solomaterial seit Urgedenken, was in erster Linie Fans von Erasure und alten Depeche Mode hinriss, dank des Electro-Shock-Machers aber auch eine illustre Reihe Bands und Künstler aktivierte, die den poppigen Electro-Stoff nach eigenem Gusto durchmischten. Darunter einige, die stilistisch auf einer Wellenlänge liegen, wie die Schweden von OctoLab sowie Diskodiktator und Eddie B. aus dem weiteren Umfeld von S.P.O.C.K und Cat Rapes Dog. Unvorhersehbarer war, was die wieder aktiven Electros Framework aus „Too Far“ machten, etwas nämlich, das letztlich leicht an Portion Control erinnert. Ähnliches konnte man sich bei Sub/Zero fragen, die mit Minimalismus antworten, oder bei Angst Pop feat. Technomancer, die tranciger agieren und kurzerhand die Geschwindigkeit des Stücks änderten. Gary Durant, Marlows langjähriger musikalischer Partner, war an den Originalversionen zweier Songs beteiligt, die unverkennbar das alte Klanggewand Basildons tragen. Nicht verschwiegen werden sollten ferner Remixe von KATElectric, Kellertechnik und Dominique Lallement (K-Bereit/Cobalt 60), bevor Vince Clarke zum Schluss mit seinem bereits bekannten Dance Mix des 1983er Songs „No Heart“ das Dutzend vollmacht. Wer nun hellhörig wurde, sollte sich aber beeilen, denn es gibt nur 300 Exemplare dieser CD.
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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