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CD-Rezension / Review / Kritik

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KMFDM Hell Yeah CD Cover

KMFDM „Hell Yeah“

(earMusic/Edel)
Wenn eine alte Szenesage einst besagte, dass Ministry-Alben nur unter Republikaner-, vor allem Bush-Präsidentschaften gut waren, dann müsste die Feder bei Industrial-Rock-Urgesteinen wie KMFDM, die gern einmal Pfeile Richtung Politik senden, während der Trump-Tage doch golden glühen. Tatsächlich bedient sich Käpt'n K mit „Fake News“ einem tagesaktuellen Thema der US-Politik und zeigt auf Album-Meilenstein Nummer zwanzig Groove, Geistesblitz und geniale Momente. „Total State Machine“ ist nur eines der Highlights, das kaum mehr KMFDM sein könnte: Bester, schneller, drillender Industrial Metal mit Schlachtruf ,The government hates you – hate your government.' KMFDMs Beitrag zur Black Lives Matter-Bewegung, eingezäunt von Out- und Intro-„Oppressions“ im elektronischen Reggae-Stil – gigantisch gut! Der Besetzungswechsel  – Lord Of The Lost-Mitglied Chris Harms rein, Jules Hodgson und Steve White raus – hat Konietzko unterm Strich hörbar Spaß gemacht und beflügelt: Auch Titeltrack „Hell Yeah“, „Freak Flag“, das aufpolierte „Rip The System v. 2.0“ und „Murder My Heart“ rocken und elektrisieren gleichermaßen und machen „Hell Yeah“ zum vielleicht besten Release der Band der letzten zehn Jahre.
François Duchateau

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Friday the 13th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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