CD-Rezension / Review / Kritik

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leaether strip teenage demos

Leæther Strip
„Teenage Demos“
(Dark Entries)
Als alter Fan und Sammler besorgte man sich selbstverständlich im Jahr 1995 die limitierte Compilation „Getting Away With Murder“ mit unveröffentlichten Versionen, Livetracks und zwei Demos des dänischen Electro-Meisters. Bei „Dreaming“, laut Tracklist von 1982, und „Never Trust Anyone At The Carnival“ (1984) machte man damals lange Ohren, denn Claus Larsen stand bis dato einzig für kompromisslose Härte. Beide Songs zeigten nun, wer seine musikalischen Vorbilder waren (oder sind) und wie er zur Musik kam. Der Name Soft Cell drängte sich direkt auf, ferner auch diverse Mute-Veteranen. Die Geschichte Leæther Strips begann tatsächlich mit ganz harmlosem und verspieltem Synthie-Pop. Mit klarer Stimme singt der jugendliche Larsen unbeschwerte Songs zu zarten Melodien aus analogen Tasteninstrumenten – und das gar nicht mal schlecht. Beide Stücke und sechs weitere dieser Art sowie eine alternative Version von „Dreaming“ versammeln sich auf diesem nur auf Vinyl erschienenen Album. Wem noch eins in die Hände fällt: Glückwunsch, es gibt nur 499 weitere!
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Monday the 18th.
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