CD-Rezension / Review / Kritik

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the exploding boy four

The Exploding Boy
„Four“
(Drakkar/Sony)
So kurz und knapp, dabei aber genau auf den Punkt wie der Titel „Four“ ist das vierte Album des schwedischen Ausnahmequartetts ausgefallen: Mit rund 40 Minuten Spielzeit und – wie auf allen Platten zuvor - zehn Songs ist der Spaß zwar viel zu schnell vorbei, aber in der Kürze liegt bekanntlich die Würze. So auch hier: Die Jungs um Sänger Johan Sjöblom haben erneut das Kunststück vollbracht, den Spirit alter Goth Rock- und Post Punk-Legenden durch ihre Kanäle zu filtern, eine gute Portion Pop-Drive hinzuzufügen und so ein 1A-Album zu schaffen, das alte Fans begeistern und neue finden wird. Wie die Band selbst treffend äußerte, ist „Four“ quasi ein Best Of der Vorgänger, nur eben mit neuen Songs. Tracks wie „Street Cliché“ oder „Dark City (PT II)“ sind prädestiniert dafür, sich Wochen – oder Monate – auf Dauerrotation im Player festzusetzen, ohne je ihren Reiz zu verlieren. Treibende, super catchy Riffs, extrem eingängige Refrains und der charismatische Gesang verleihen ihnen das ganz besondere The Exploding Boy-Flair, das den Sound der Band seit Anfangstagen auszeichnet. Fans der ersten Stunde können aufatmen: Bei allem Pop-Appeal bleibt der gewisse unpolierte, undergroundige Charme der Exploding Boys erhalten.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

Thursday the 14th.
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