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2014 the rorschach garden tales of a fragile mind

The Rorschach Garden
„Tales Of A Fragile Mind“
(Bazooka Joe/Ant-Zen)
Nach 42 Umrundungen der Sonne sind die Minimal-Elektroniker um Philipp Münch wieder auf der Erde gelandet. Ist noch alles beim Alten oder hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren Gravierendes verändert? Hören wir doch einfach mal rein: Wer „Automatic“, den Opener vom letzten TRG-Album „42 Times Around The Sun“, noch im Ohr hat, erinnert sich an einen hektisch pulsierenden, clashig vibrierenden Track. Demgegenüber wirkt „Fun Tastica“, der erste Song des neuen Longplayers, wesentlich entspannter und geradliniger. Die hypnotisch-housige Taktung bleibt nachhaltig im Ohr und erfüllt ihren Zweck. Weiter geht es in ähnlichem Tempo mit „Control“, bevor mit „Experiments With Me“ einer dieser nachdenklich wirkenden Synthie-Tracks folgt, die so typisch für The Rorschach Garden sind. Rhythmisch voll überzeugend und mein ganz persönlicher Favorit ist das ebenso unaufgeregte wie bassstarke „Distant Disco“, das hinsichtlich seiner hypnotischen Qualitäten in einem Atemzug mit „Fun Tastica“ und dem erfrischend griffigen „A Little Piece Of Moog“ genannt werden darf. „Visions Without A Meaning“ integriert ein paar hübsche Retro-Elemente aus der analogen Werkzeugkiste der Band ins Gesamtkonzept, bevor zwei Versionen von „We’re All Gonna Die“ den Schlusspunkt setzen. Alles in allem eine runde, herrlich monotone Sache.
Kai Reinbold


Sunday the 25th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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