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Metric Pagans in Vegas

Metric
„Pagans In Vegas“
(MMI Records/Rough Trade)
„Pagans In Vegas“ ist der mehr als passende Titel für das sechste Studioalbum der kanadischen Indierock-Band Metric - denn genau so klingt es auch: neonfarbig und unterkühlt, zugleich folkig und ein bisschen mystisch, irgendwie lieblich, aber mit einer guten Portion Bitchigkeit. Die Erklärung für diese Dualität: Sängerin Emily Haines , die auch schon für Acts wie Delerium und Tiësto am Mikro stand, und ihr Kollege James Shaw haben an zwei unterschiedlichen Orten auf unterschiedliche Art und Weise an den Songs gearbeitet, was deutlich zu hören ist. Er mit Synthies in seinem Heimstudio, sie mit akustischen Instrumenten in Nicaragua und Spanien. Der Opener „Lie Lie Lie“ gibt mit beschwingten Synthiesounds – und einem Riff, das so offenkundig nach dem Refrain von Depeche Modes „Personal Jesus“ klingt, dass es kracht – und einer sehr folkigen Melodie die Tonalität für die ganze Platte vor, für die sich die beiden gut drei Jahre Zeit gelassen haben. Die folgenden Songs, wie beispielsweise das sehr elektropunkige „Too Bad, So Sad“ oder das balladeske „Blind Valentine“, haben alle ebenfalls einen gehörigen Retro-Touch – New Order, Underworld oder The Cure lassen grüßen. Bis diese Platte ihre wahre Größe entfaltet, braucht es allerdings mehrere Durchläufe. Dann ist sie allerdings wirklich zauberhaft.
Catrin Nordwig




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