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Apoptygma Berzerk: "Non-Stop Violence (live)"
Es war kein einfaches Unterfangen, aus dem umfangreichen Hit-Arsenal des Inbegriffs modernster Electropop-Musik einen einzelnen Track auszuwählen. Die Fülle an hochkarätigen Songs mit Ohrwurmcharakter des Norwegers ist enorm, obwohl er gerade mal auf drei Studioalben zurückblicken kann. "Non-Stop Violence" hat letztendlich den Zuschlag bekommen, ein Hit aus vergangenen Tagen, der bereits sämtliche Eigenschaften Apoptygma Berzerks floorfüllender Songs vom letzten Album vereint. Einflüsse aus technoiden Gefilden, typische Popkomponenten und eine Melodie, die sich in den Gehörgängen festsaugt, zeichnen diesen Song aus. In der hier vertretenen Liveversion, aufgenommen auf der "Welcome To Earth"-Tour 2000, klingt er noch ein Stück intensiver, interessanter und natürlich moderner als vor fünf Jahren. Jörn Karstedt
Beborn Beton: "Poison (El Presidente Shuffle Single Mix)"
Mit einem Remix des Stückes "Poison", welches als Vorabsingle des letzten regulären Beborn Beton-Albums "Fake" bereits vor einiger Zeit beachtliche Erfolge feiern konnte, präsentiert sich das Trio aus Nordrhein-Westfalen gewohnt anspruchsvoll. Kaum einer Band gelingt es eindrucksvoller, verschiedenste Stilmittel unter dem Oberbegriff Synthie-Pop zu einer funktionierenden Melange zu vereinen und sowohl den Hörer zu Hause, als auch die Massen auf der Tanzfläche zu begeistern. So erweist sich die hier vorliegende Version, stammend von der limitierten "Fake" Bonus-CD, einmal mehr als treibender Dance-Kracher. Und daß Beborn Beton auch live eine Klasse für sich sind, konnten sie nicht erst auf verschiedensten Festivals und ihrer letzten Tour mit den derzeit sehr angesagten Newcomern Icon Of Coil beweisen. Thorsten Kübler
De/Vision: "Try To Forget'98"
Das Jahr 1996 kennzeichnet einen der vielen Wendepunkte in der Historie von De/Vision: Mit Josè Alvarez-Brill als Produzenten findet die Band einen von da an ständigen Weggefährten. Zudem kommt die Band mit ihrem dritten Album "Fairyland?" erstmals zu Charts-Ehren, was kurz darauf in einem Major-Deal mit der Wea gipfelt. Nach wie vor genießt die Band in der Synthie-Pop-Szene selbst, wie auch bei ihrer treuen und stets wachsenden Fangemeinde ein hohes Ansehen, weil sie von Anbeginn an um Fortschritt bemüht war und noch dazu kein Album dem anderen gleicht. Mittlerweile ist aus dem Trio von einst ein Duo geworden, das kurz vor der Veröffentlichung des Albums "Two" steht. Marc Urban
Clan Of Xymox: "Jasmine & Rose (live)"
Die niederländischen Mannen und Frauen rund um den charismatischen Mastermind Ronny Moorings sind gern und oft gesehene Gäste auf Bühnen in der ganzen Welt. Sind Clan Of Xymox gerade nicht auf Tour, stehen sie garantiert im Studio, um ihrer Kreativität einmal mehr freien Lauf zu lassen. Ihre ansprechende Mischung aus elektronischen Klängen und oldschool Wave begeistert seit Jahren eine treue Fangemeinde. Immer wieder schaffen sie es, Hits zu schreiben, die jahrelang in der Dauerrotation der schwarzen Clubs bleiben. So sind Songs wie "Going Round", "Louise" oder "Jasmine & Rose" eindrucksvolle Meilensteine in der Geschichte der Wave- und Gothic-Gemeinde. Frauke Stöber
Escape With Romeo: "Scanning The Face Of God (Exklusivtrack)"
Escape With Romeo sind mitnichten ein unbeschriebenes Blatt. Die Wave-Pop-Band um Mastermind Thomas Elbern (wer kennt ihn nicht von den Zeitklang Studios; der 80er Jahre Kult-Radiosendung "Graffiti" oder auch von seiner Zweitband Close Encounters) überzeugt seit Jahren durch romantisch-verträumte bis poppige Alben, die nicht nur Zuhörer aus der schwarzen Szene begeistern. Spätestens seit dem Tanzflächenhit und Evergreen "Somebody" dürfte wirklich jeder EWR kennen! Auch live wissen sie immer wieder zu überzeugen: Ob in Konzerthallen oder unter freiem Himmel, sie ziehen ihr Publikum durch harmonische Melodiebögen, mitreißende Wave-Balladen oder durch Songs mit Mitwippgarantie in ihren Bann. Frauke Stöber
Mesh: "People Like Me (Live 99)"
Viele Worte müssen um die drei Briten aus Bristol wirklich nicht mehr gemacht werden. Seit Jahren stürmen sie die Alternative Charts und sind aus keiner Szene-Disco mehr wegzudenken. Zu mitreißend sind ihre Hymnen, zu sehr bleiben ihre Melodien im Ohr des Hörers hängen, als daß man sich ihrer erwehren könnte. Zwar ist es in letzter Zeit etwas ruhiger um sie geworden (abgesehen von dem Blancmange-Cover "Waves", welches sie zusammen mit Mark `OH eingespielt haben und sie sogar in die Rotation der Musik-Fernsehsender brachte), doch dürfte das wohl nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Mit "People Like Me" jedenfalls beweisen sie ihre Qualitäten als Komponisten und Performer. Es darf getanzt werden. Thorsten Kübler
Obsc(y)re: "Wounds (Pink Mix)"
Dem Genre Synthie-Pop wird gemeinhin nachgesagt, es sei naiv und oberflächlich. Gemeinhin sagen das die, die sich nicht die Mühe machen, unter die Oberfläche zu dringen. Im Falle der Band Obsc(y)re (Texter Roy spricht /obskjur/) kommen dort meist tief gefühlte Emotionen zum Ausdruck. Die hier vorliegende Version ist um Gitarreneinsätze, die bei Obsc(y)re zunehmend vorkommen, ergänzt, und das Tempo wirkt leicht angezogen, so daß der Pink Mix das aktuellere Bandbild widerspiegelt als die Originalversion vom 1999er Album "Stronger". Einer Band mit zwei Stimmen, außer dem hier zu hörenden Tomasz die von Anne, mit nur einem Track gerecht zu werden, ist kaum möglich. Emotionen, Gitarren, zwei Stimmen - bei Obsc(y)re gibt es mehr zu entdecken, als manche gemeinhin annehmen. Thomas Abresche
S.P.O.C.K.: "Queen Of Space (Stop Dave, I´m going Crazy 2001 / Remixed By Eskil Simonsson Of Covenant)"
Lange vorbei sind die Zeiten, da die Star Pilots On Channel K als One-Hit-Wonder galten. Diesen Status hat das Trio um Frontmann Android spätestens seit seinem letzten Album "2001: A S.P.O.C.K. Odyssee" abgelegt. Mit einer neuerlichen Handvoll von Club- und Radio-Hits sowie diversen Alternative-Awards erleben die Schweden seither eine Art zweiten Frühling und machen zudem noch jedes größere Festival in Europa und Übersee unsicher. "Queen Of Space" ist dabei ein bandtypischer Song im längst kultivierten S.P.O.C.K. 'n' Roll-Stil, der hier allerdings im raren und nur auf der "Satellites"-Maxi enthaltenen Covenant-Remix vorliegt. Eskil Simonsson hat sich der Nummer angenommen und ihr mit einer unterkühlten Beatstruktur das poppige Element genommen, so daß "Queen Of Space" in dieser Version einer der experimentellsten S.P.O.C.K.-Tracks sein dürfte. Marc Urban
Melotron: "Tanz mit dem Teufel (Klirrfaktor Remix)"
Die Musik und die Texte der Band mit ihren drei Mitgliedern Andy Krüger (Gesang, Kompositionen), Edgar Slatnow (Keys, Texte) und Kay Hildebrandt (Keys) kann man lieben oder hassen... Aber wer will sich schon mit Haß herumschlagen? Der inzwischen sogar schon auf RTL ungerechtfertigterweise als Satanistenhymne zu neuen Ehren gekommene Song der fidelen Neubrandenburger findet sich hier im Gewand der Labelkollegen Klirrfaktor, die der bearbeiteten Band an Wortwitz sicherlich in nichts nachstehen. Erst kürzlich feierte man das sechsjährige Bestehen von Melotron, die inzwischen auf diverse erfolgreiche Veröffentlichungen und eine große Fangemeinde blicken können. Julia Beyer
Covenant: "Dead Stars (Clubmix)"
Nicht mehr ganz neu, aber immer noch gut ist "Dead Stars" von Schwedens beliebtester "Electro-Boyband". Qualitativ hochwertige Produkte haben bekanntlich ein langes Haltbarkeitsdatum, und so hat dieser Song in den letzten beiden Jahren rein gar nichts von seinem Reiz verloren. So charmant und eingängig wie ein Popsong aus den Achtzigern, aber mit Covenants unverkennbar progressiver Marke präsentiert sich die Clubversion tanzbarer und härter als die vom Album bekannte Version. So wie den Sprung auf unseren Sampler schafften sie auch längst den Sprung an die Spitze der Szene. Qualität zahlt sich eben aus. Jörn Karstedt
Terminal Choice: "Der schwarze Mann"
Christian Pohl, neben der Beschäftigung mit vielen stilistisch unterschiedlichen Projekten, nach wie vor hauptberuflich kreativer, besser gesagt einziger, Kopf von Terminal Choice, hat das scheinbar angeborene Gespür für Tanzflächenfüller und düstere Atmosphären. Erfolgreich bewegte er sich mit Terminal Choice weg vom klischeebeladenen und simpel produzierten EBM zu zwar immer noch elektronisch orientierten, aber ausgefeilteren Songs, in die verstärkt der Einsatz der Gitarre Einzug gehalten hat. "Der schwarze Mann" ist nur ein Reifezeugnis, welches sich der vielbeschäftigte Berliner selbst, aber nicht unverdient ausgestellt hat. Jörn Karstedt
In Strict Confidence: "Zauberschloss (L´Ame Immortelle Remix)"
Die Band um Sänger und Mastermind Dennis Ostermann hat mit ihrem letzten Album "Love Kills!" die DAC-Charts ordentlich aufgemischt, und auch die Erstauflagen der beiden Single-Auskopplungen "Zauberschloss" und "Kiss The Shadow" waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen, und mit dem Tanzbarkeitsregler auf Anschlag hat auch die Eroberung der Clubs nicht lange auf sich warten lassen. Mit energiegeladener Performance weiß man zudem, die Stücke perfekt live umzusetzen, und so darf man auch weiterhin auf die Veröffentlichungen der Düster-Elektroniker gespannt sein. Julia Beyer
Icon Of Coil: "Floorkiller"
Selten hat ein Lied eine solch falsche Namensgebung erfahren wie "Floorkiller". Schließlich war es nicht zuletzt genau dieser Track, der den norwegischen Senkrechtstartern den Weg in die Clubs und damit auch geradewegs in die Herzen der inzwischen üppigen Fangemeinde bescherte. Binnen eines Jahres ist der Electro-Act aus dem Apoptygma Berzerk-Umfeld von der regionalen Größe zu einem internationalen Top-Act avanciert, und dies auch dank einer begeisternden Live-Show. Zudem ist Sänger Andy LaPlegua ein veritabler Frontmann, der nicht nur optisch einiges hermacht, sondern auch außerhalb des Studios richtig gut singen kann. Einen Auftritt der Skandinavier sollte man sich daher auf keinen Fall entgehen lassen, denn wie oft gibt es das schon, daß eine sympathische Band obendrein auch noch gute Musik macht? Marc Urban
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