CD-Rezension / Review / Kritik

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xenturion prime mecha rising

Xenturion Prime
„Mecha Rising“
(Progress/Broken Silence)
Man kann es einfach nicht oft genug erwähnen, die Skandinavier haben wirklich ein Händchen für astreine elektronische Musik. In diesem Fall garniert mit Science Fiction-Sound und markantem Gesang. Den aktuellen Beweis liefern Xenturion Prime, bestehend aus Bjørn Maris Borg und Hasse Mattsson, Ex-Mitglieder von Code 64. Mit ihrem neuen Projekt treten sie das Erbe der Band an, die es seit dem letzten Jahr leider nicht mehr gibt. Die zwölf Songs auf „Mecha Rising“ machen wirklich sehr viel Spaß. Mit dem epischen Einzug „Mecha“ eröffnen die beiden, die ihren Stil übrigens treffend Scandinavian Powersynth nennen. „Rise“, ein Song, der nahtlos anknüpft, erschien bereits im Dezember letzten Jahres und überzeugt durch ein absolut tanzbares Arrangement. „Transmissions“ ist dagegen ein Electro Pop-Song mit reichlich nordischem Charme. Durch textlichen Tiefgang bleibt „Radiant“ im Gedächtnis und jede Menge Weltraum-Melancholie versprüht „Vermillion“. Auch befindet sich auf „Mecha Rising“ eine Ballade. Diese heißt „Realms“ und trifft dank Piano direkt ins Herz. Was hier an Tanzbarkeit fehlt, wird im Anschluss mit „Ignition Power“ und „Elite“ nachgeholt. Danke, liebe Synthnavier!
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.