CD-Rezension / Review / Kritik

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virgins or pigeons gotta get mad

Virgins O.R. Pigeons
„Gotta Get Mad“
(Alfa Matrix/Soulfood)
Wie Phönix aus der Asche steigen Virgins O.R. Pigeons endlich wieder in den Himmel auf. Nach gut sechs Jahren Pause und jeder Menge Wehwehchen, die es zu versorgen gab, meldet sich das in Griechenland ansässige Trio, bestehend aus Pierrot, El und Miyuki, 2013 mit seinem zweiten Album „Gotta Get Mad“ zurück. Zwar beschreiben Virgins O.R. Pigeons ihr musikalisches Schaffen als eine Mischung aus Electro und Industrial, werden ihrem Sound damit aber keinesfalls gerecht. „Gotta Get Mad“ klingt nach mehr als Electro von der Stange. So spielen die drei gekonnt mit Dark Wave-Elementen wie beispielsweise in „Enemy Ghost“, schaffen es aber auch, diesen gewissen düsteren Glamourfaktor einzubauen. So startet das Album fulminant und unterstreicht bereits zu Anfang die Message, die Virgins O.R. Pigeons mit Vorliebe predigen: Perfektion erfordert ein gewisses Maß an Wahnsinn. Wahnsinnig gut hört sich übrigens auch der Rest des Albums an. Tracks wie „Versus Christus“ oder das bereits als Singelauskopplung veröffentlichte „Bleed To Lead“ bleiben positiv im Gedächtnis und beweisen auch textliche Tiefsinnigkeit. Obendrein überzeugen Virgins O.R. Pigeons mit einem außergewöhnlichen, aber nicht überkandideltem Look, der eine perfekte Symbiose mit Pierrots, Els und Miyukis Songs eingeht. Klingt abgehfahren gut.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer 12/2013.