CD-Rezension / Review / Kritik

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Joni Void Selfless Album Cover

Joni Void „Selfless“

(Constellation/Cargo)
IDM-Soundscapes mit Pianobegleitung. Joni Void (aka Jean Cousin, Johnny Ripper) erweitert das Reservoir dessen, was es nicht alles gibt. Personell illuster unterstützt (Natalie Reid, Tide Jewel, Kyla Brooks) und vollkommen unbeeindruckt von jedweder Vorformatierung spinnt der Kanadier ein gleichermaßen kontemplativ wie immersiv wirksames Netz, das vermeintlich zusammenhanglose Elemente zu Texturen verbindet, an denen man als aufgeschlossenes Opfer gerne kleben bleibt. Das mit der im Titel veranschlagten Selbstlosigkeit erledigt sich dann wie von selbst. Phantasiebegabung vorausgesetzt. Dann macht auch das Schräge der Arrangements seine Gefangenen. Das mittig platzierte „Cinema Without People“ mag als Anspieltipp hervorgehoben werden. Neugier, ick hör dir trapsen. Sie will das ganze Album hören, genießen und verstehen.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
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Friday the 17th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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