CD-Rezension / Review / Kritik

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various artists pagan loves antitainment compilation vol. 3

Various Artists
„Pagan Love Songs – Antitainment Compilation Vol. 3“
(Alice In/Broken Silence)
Die Compilations der Thyssen-Brüder Ralf und Thomas sind wahre Wegweiser für die gesamte Batcave-, Gothrock-, Wave- und Minimal-Szene gewesen und der Name der legendären Partyreihe „Pagan Love Songs“ lässt auf einen guten Mix aus neuen Bands und der Wiederentdeckung alter Goth-Schätze schließen. Mit dem dritten Teil der „Pagan Love Songs“-Sampler verhält es sich genau so: Die Thyssens wissen, was auf den Düsterfloors abseits des schwarzen Mainstreams ins Herz trifft. Eigentlich müsste man nur die Liste der 40 Songs runtertippen, um Kenner dahinschmelzen zu lassen. Ein paar schöne Ausgrabungen sind den Thyssens da gelungen, etwa das rare „Take It On A Chin“ von The Convent. Oder No Mores seltener Klassiker „Do You Believe In Angels In This Big City“. Wir begegnen den psychedelischen Red Temple Spirits in „Soft Machine“ wieder und „Of A Heaven (What Remains)“ vom zweiten Album von Judith. Zudem gibt es viele junge Bands mit echten Hits: Ash Code aus Italien haben von ihrer ersten Single „Dry Your Eyes“ einen speziellen Edit angefertigt. Die Songauswahl gehört zum Besten, was die Szene zu bieten hat. Und wenn man wirklich ein bisschen mäkeln möchte, dann vielleicht in diesem Punkt: Nicht wenige der neueren Songs haben sich schon vor dieser Zusammenstellung auf der Tanzfläche etabliert, etwa „Malarone“ von Linea Aspera. Zum Ausgleich gibt es einen Song, den man noch nie zuvor woanders gehört hat: Die neue Band des ehemaligen Passion-Play-Sängers Justin Stephens heißt Wires & Lights und ihr Demo „Swimming“ lässt auf Großes in bester Gothrock-Tradition hoffen.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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