CD-Rezension / Review / Kritik

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vnv nation transnational

VNV Nation
„Transnational”
(Anachron Sounds/Soulfood)
Seit „Transnational“ in Auszügen via Soundcloud zugänglich gemacht wurde, ist sofort einiges und auch unterschiedliches über den neuen Silberling geschrieben und gemeint worden, so dass sich manch einer von dem vielen Blabla mancher Blogger verunsichern lassen könnte. Deshalb vorneweg: „Transnational“ ist geil. Punkt. Ob nun der gefühlvolle Start mit „Generator“, der Pop-Appeal von „Off Screen“, die härteren Elektro-Sounds von „Primary“ und „Aeroscope“ oder eben die beiden balladesken Atempausen „Teleconnect Pt.1+2“ – Ronan Harris verzaubert und beeindruckt gekonnt mit der ureigenen Handschrift VNV Nations, die sich weder kopiert, noch gekünstelt neu akzentuiert. Fakt ist, dass der Wahl-Hamburger über einen musikalischen Facettenreichtum verfügt, der längst reiner Clubtauglichkeit entwachsen ist. Hinter jedem Song steckt echtes Songwriting. Das belegen ruhigere Songs wie „If I Was“ und „Everything“ genauso wie die Floorhymne „Lost Horizon“ oder eben die Clubsingle „Retaliate“. „Transnational“ schafft einen Brückenschlag zwischen Herz, Hirn und den tanzenden Gliedmaßen. Ich werde das Album im Club, Auto, beim Sex und auch bei der Hausarbeit hören können und mich jederzeit bestens und anspruchsvoll unterhalten fühlen!
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.