CD-Rezension / Review / Kritik

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soon dead end street

[SOON]
„Dead End Street”
(Oscillation Music/Alive)
Der eindrucksvollste Beweis für die Klasse einer Band ist, wenn sie allen aktuellen Moden einen eigenen Stil entgegenzusetzen in der Lage ist. Genau das ist der Fall bei den Hamburger Düsterrockern von [SOON]. Seit ihrem ersten Album „end isolation“ haben sie sich dem metallischen Gothic Rock mit Prog-Rock-Elementen verschrieben. Was in der Beschreibung erst einmal unspektakulär klingt, hat seinen ganz besonderen Reiz durch die melodische und gefühlsintensive Stimme des Sängers. „Dead End Street“ stellt den bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens dar. Dave Gahan singt bei den Placebo des Metal, oder weniger plakativ: Eine großartige Stimme und wundervolle Melodien treffen auf Stakkato-Gitarrenriffs. Der Opener „In My Memory“ spielt gekonnt mit diesem Kontrast, der Titeltrack kann dies jedoch noch toppen. Er ist melodischer, es kommen noch eine atmosphärische Gitarre und ein Ohrwurmrefrain dazu, der Hit des Albums! Einzig „Bitter End“ könnte ein Spalter sein, denn hier gewinnen die Prog-Rock-Ansätze vielleicht zu deutlich die Oberhand. Möge diese wunderbare Combo noch viele stilsichere Alben veröffentlichen!
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer 12/2013.


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