CD-Rezension / Review / Kritik

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triptykon melana chasmata
Triptykon
„Melana Chasmata“
(Century Media/Universal)
Nachdem das Triptykon-Debüt „Eparistera Daimones“ 2010 einschlug wie eine Bombe, sind die Erwartungen an „Melana Chasmata“ hoch. Triptykon sind zwar weder Celtic Frost noch Hellhammer, doch genau wie die einstigen Bands von Altmeister Thomas Gabriel Fischer aka Tom Warrior tragen sie die unverwechselbare Handschrift eines der inspirierendsten Metal-Genies ever. Hart und hypnotisierend zugleich, präsentieren die Düster-Experten erneut unerbittliche Schwärze, mitreißende Rhythmen, unvergleichbare Schrei-Vocals und krachende Gitarren. Gepaart mit emotionalen Lyrics, die einem äußerst komplexen Reifungsprozess entsprungen sind, schöpfen Triptykon wieder aus dem Vollen. Dazu gibt es ein Coverartwork von H. R. Giger und das Gesamtpaket ist perfekt. Bloß gut, dass Tom Warrior schon an neuen Songs arbeitet, denn noch mal vier Jahre Wartezeit wünscht sich nach einem Album wie „Melana Chasmata“ niemand.
Juliane Lüthy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.