CD-Rezension / Review / Kritik

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stream of passion a war of our own

Stream Of Passion
„A War Of Our Own“
(SOP Music/Rough Trade)
Das vierte Album der niederländischen Symphonic Metal Truppe. Das Sextett um Sängerin Marcela Bovio bringt dieses unabhängig auf den Markt mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion. Die Stärke, sich trotz der Widrigkeiten durchzubeißen, hört man dem Silberling an, versprüht dieser doch eine durchweg präsente Power, zeigt sich selbstbewusst, nach vorne preschend und kraftvoll. Die 13 Nummern haben mächtig Druck und scheuen sich nicht davor, progressive Wege einzuschlagen, was so manchem Stück eine überraschende Wendung gibt. Respekt hierfür - so zeigt sich sehr schön, dass auch in jenem Genre noch experimentelle Kreativitätsschübe möglich sind und einer Band wie Stream Of Passion richtig gut stehen; „A War Of Our Own“ weiß zu überraschen. Hinzu kommt die hörbare Weiterentwicklung von Marcelas Gesang, die mit viel Hingabe und Leidenschaft ihre Songs präsentiert, wie beispielsweise schon der Opener „Monster“ zeigt, bei dem sie eine filigrane Brücke aus Wut und Verletzlichkeit mit ihrer Stimme zu schlagen weiß. Ansonsten enthält die Platte alles, was das Symphonic Metal-Herz begehrt: Bombast, Epik und melancholische Klangwelten.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.