CD-Rezension / Review / Kritik

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state of the union my time away

State Of The Union
„My Time Away“
(Infacted Recordings/Soulfood)
State Of The Union melden sich nach längerer Schaffenspause mit ihrem neuen Album, das passenderweise „My Time Away“ heißt, zurück. Dass Johann Sebastian, Jimmy Nimra und Edwyn Blade die Auszeit ein gutes Stück vorangebracht hat, wird unmittelbar mit dem sphärischen Opener „Elevate“ und dem direkt anschließenden Titelsong des Albums deutlich. Es folgt ein weiterer kurzer und instrumental gehaltener Song namens „Back To Earth“. Doch das sind eigentlich nur Appetizer, denn jetzt drehen State Of The Union so richtig auf. Wer auf eine abgedrehte Mischung aus Synth- und Futurepop steht, wird „Descent“ lieben. Understatement kennen Johann und seine Jungs übrigens nur, wenn es um die Namensfindung für ihre Songs geht. So nennen sie einen Titel zwar „Stupid Song“, aber der Name ist in diesem Fall nicht Programm. Auch „Dancing In The Dark“ hat eindeutig Hitpotential – sowohl in der originalen als auch in der gemixten Version. Das amerikanische Electro-Trio kann aber nicht nur fetzige Songs zusammenbasteln, sondern ebenso durch ruhigere Nummern bestechen, was sie mit der verträumten Synthpop-Ballade „Miracle“ unter Beweis stellen. Schön, dass sie wieder da sind.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.