CD-Rezension / Review / Kritik

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Then Comes Silence Blood CD Cover

Then Comes Silence „Blood“

(Nuclear Blast/Warner)
Ist Gothic-Rock in klassischer Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang etwas Altmodisches? Wenn man Then Comes Silence hört, dann weiß man: Solange die Energie stimmt, ist es auf keinen Fall ein Sound von gestern. Das Stockholmer Quartett kombiniert etwa in „The Dead Cry For No One“ eine Led-Zeppelin-Gitarre mit einem Killing-Joke-Gefühl und liefert so gleich einen perfekten Einstand für sein viertes Album „Blood“. Sie bringen gleich zu Beginn mit voll aufgedrehten Verstärkern ein elektrisierendes Brett von fünf Songs, darunter das extrem Dancefloor-Hit-verdächtige „Strange Kicks“. Erst mit „Choose Your Poison“, dem sechsten Song, holen sie mal kurz Luft bei einem psychedelischen Akustiksong. Aber dann geht es direkt mit ungestümer Spiellust weiter. Then Comes Silence singen vom Reiz des Verbotenen, dem Verlust von geliebten Menschen und dem Lebenselixier in unseren Adern. Ihre Songs sind elf ungeschliffene Diamanten voll düsterer Schönheit.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.
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