CD-Rezension / Review / Kritik

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T.O.Y. The Darkness The Light MCD CD Cover

T.O.Y. „The Darkness & The Light“ (MCD)

(Eigenvertrieb)
Dieses Comeback ist: wow und so überfällig! Was Volker Lutz und Oliver Taranczewski musikalisch draufhaben, ist spätestens seit Ende der 90er Jahre verbrieft, als sie Evil’s Toy vom finsteren Dark Electro-Act in ein erfrischendes Electropop-Outfit überführten. Viele, viele Jahre später machen T.O.Y. nun also dort weiter, wo sie Anfang des Jahrtausends aufhörten. „The Darkness & The Light“ ist die erste Single des demnächst erscheinenden Albums „Pain Is Love“, mit dem die beiden dann auch wieder das ganz große Rad drehen wollen. Und das sollte spielend gelingen, fräsen sich die Wittener doch schon jetzt wieder unverblümt in die Gehörgänge und pendeln auf „The Darkness & The Light“ zwischen gutgelauntem Radiopop und elektronischem Höhenflug. Für die Clubvariante hat man Eisfabrik und Solitary Experiments als Remixer eingeladen, während Rhys Fulber sich komplett modular ausgetobt hat – es dabei mit der Distortion aber leider ein bisschen übertrieben hat. Bei der Akustikversion von „True Lovers“ kommt dann kurz mal Johnny Cash-Feeling auf, was man auf dem anstehenden Longplayer allerdings nicht erwarten sollte. Aber warum auch? T.O.Y. waren im Kreise deutscher Electropop-Acts seinerzeit kurzzeitig im engeren Führungszirkel und genau da wollen und sollen die sympathischen Ex-Jugendlichen auch wieder hin.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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