CD-Rezension / Review / Kritik

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Sepultura Machine Messiah CD Cover

Sepultura „Machine Messiah“

(Nuclear Blast/Warner)
Dass ein Sepultura-Album mal mit cleanen Vocals beginnt, hätte man sich vor nicht allzu langer Zeit nicht träumen lassen. Überhaupt ist der Opener und Titeltrack „Machine Messiah“ kein typisches Sepultura-Stück: träge, schwere Riffs tragen die apokalyptischen Gesangsmelodien von Sänger Derrick Green, und wenn dieser dann doch endlich in Gebrüll ausbricht, wirkt es, als würde der ganze Song explodieren. Im Interview in dieser Ausgabe erzählt Gitarrist Andreas Kisser, dieses Album sei das musikalischste Album, das Sepultura je gemacht hätten. Es ist auf jeden Fall eines der abwechslungsreichsten: als Kontrast zum langsamen Opener kommen „I Am The Enemy“ und „Phantom Self“ mit besonders viel Wucht daher. Auch die progressivere Seite der Band bekommt ihre Zeit: „Alethea“ und „Iceberg Dances“ sind Musik gewordene Spielfreude, insbesondere die Arbeit von Drummer Eloy Casagrande muss man hier hervorheben. „Iceberg Dances“ ist sogar ein verspieltes Instrumental im Stile eines Joe Satriani – hier tobt sich die Instrumentalfraktion einmal so richtig aus. „Machine Messiah“ als Album klingt ungewohnt, aber es ist in der Diskographie der Band nur eine weitere Facette. Und Songs wie „Resistant Parasites“ oder „Vandals Nest“ zeigen, dass auch in punkto Thrash Metal mit Sepultura im Jahre 2017 zu rechnen ist.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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