CD-Rezension / Review / Kritik

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sono backyard opera

Sono
„Backyard Opera“
(Kontor Records/Edel)
Zu Beginn ihrer Laufbahn traten Sono regelmäßig auf Depeche Mode-Partys auf. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Plus“ scheint sich das Trio dieser Zeiten erinnert zu haben, denn direkt der Opener „Here Comes The Night“ flirtet unverhohlen mit dem Basildon-Sound. Im Anschluss sind Sono aber wieder ganz bei sich und ihrem mit Dance-Elementen gespickten sowie temporeichen Electro-Pop: „Cupid“ besticht mit prägnanten Drums und dem variablen Stimmeinsatz von Sänger Lennart Salomon. Nicht minder einprägsam gerät „Leave Me As I Am“, das nach dem bereits vor drei beziehungsweise zwei Jahren ausgekoppelten „Flames Get Higher“ und „Supersonic“ ein weiterer Single-Kandidat sein könnte. Aktuell wird diese Position allerdings von einer Co-Produktion mit Northern Lite besetzt: „Same Same Same“ ist der vertonte Beweis nicht nur der langen Freundschaft beider Bands, sondern auch der ähnlichen Auffassung von moderner Popmusik. Die bringt Sono auf „Backyard Opera“ bei Songs wie „Heaven Is In Hell“ oder „Move On” mitunter bedenklich nah in Richtung Formatradio, bilden aber glücklicherweise nicht das Übergewicht auf ihrem fünften Album. So oder so bereichern Sono die elektronische Musiklandschaft: Denn professioneller hat Pop selten geklungen.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.
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