CD-Rezension / Review / Kritik

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severe illusion deliberate prefontal leucotomy

Severe Illusion
„Deliberate Prefrontal Leucotomy“
(Complete Control Productions)
Mit acht Tracks ist das fünfte Album des schwedischen Trios etwas kurz geraten, doch ist es intensiver als alle Vorgänger. Eine neue Krachigkeit zeichnet den Electro-Sound mit starkem kanadischen Einfluss aus. Die erste Hälfte ist geprägt von heftiger Distortion auf den Rhythmusgebern, kalter Atmosphäre und zischenden Vocals bei mäßiger Geschwindigkeit. Vergleiche mit The Klinik und Dive sind flott bei der Hand, können aber gleich wieder fallen gelassen werden, denn ab dem vierten Stück „Hole“ ändert sich die Richtung. Elemente aus Minimal und EBM geben den Ton an und man könnte eine Band wie Plastic Noise Experience vergleichend ins Feld führen. Aber auch nur vorübergehend, denn zwei Songs später wird es lärmig, angenehm chaotisch und abgedreht. Die Struktur geht nie verloren, doch sind die Songs so dicht, passiert in ihnen so viel, dass bis Albumende höchste Aufmerksamkeit verlangt wird. Also doch irgendwie genau richtig, wenn nach 34 Minuten Ruhe ist.
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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