CD-Rezension / Review / Kritik

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prong ruining lives

Prong
„Ruining Lives“
(Steamhammer/SPV)
Tommy Victor, seit den Tiefen der Achtziger Jahre Mittelpunkt der Band, ist überzeugt, dass er auf „Ruining Lives” die besten Prong-Elemente, die durch die Zeitalter im Klangbild der Formation eine Rolle spielten,  in straffer, konzentrierter Form gesammelt hat – und diese vollmundige Einschätzung mag der werte Hörer in der Tat problemlos nachvollziehen. Es handelt sich um ein knochenhartes, knochentrockenes, überaus energetisches Album, welches seine konturierte Härte speziell aus der Tatsache zieht, dass man mit breit machenden Effekten wie Verzerrern äußerst vorsichtig umgegangen ist, sie oftmals schlicht weggelassen hat. Im Spannungsfeld zwischen Metal, Hardcore, Alternative und Post Punk werden auf „Ruining Lives“ kompositorisch äußerst beeindruckende Songs aneinandergereiht: knackig, kantig, hart, doch nicht ohne Melodiösität: Tommy ergeht sich nicht in Fauchen oder Grunzen, er kultiviert einen Gesangsstil, der zuweilen an Jaz Coleman oder hier und da sogar an Ozzy Osbourne erinnert. Untermalt werden die Gesangsbögen der packenden Hooklines, wen überrascht’s, mit versierter Gitarrenriffkunst, starken Bassläufen und einer außerordentlich gut ausproduzierten Schlagzeugarbeit, in der nicht selten eine fulminante Tom-Ästhetik und der Hang zu knüppelndem Uptempo dominieren. Alles in allem: ein Werk von Reife und plattwalzender Energie.
Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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