CD-Rezension / Review / Kritik

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Persefone Aathma CD Cover

Persefone „Aathma“

(ViciSolum/Rough Trade)
Mit „Aathma“ veröffentlichen Persefone ihr viertes Studioalbum. Spätestens seit dem vielfach umjubelten Vorgänger „Spiritual Migration“ ist die Truppe aus Andorra keine gänzlich unbekannte mehr. Mit ihrem extravaganten Soundkonstrukt zaubert die Band aus den Pyrenäen eine Art virtuoses Elixier, das Elemente des progressiven, symphonischen, melodischen und knüppelharten Metals zu einem überraschenden Wundertrank werden lässt. Die Vielfalt der stilistischen Impressionen ist beachtlich, die unzähligen, filigranen Ausuferungen kaum fassbar. Hat das Gehör auch nur für einen kurzen Moment den Eindruck, es könne die musikalische Richtung erfassen und sich darauf einlassen, so folgen weitere, noch vertracktere Abzweigungen, eigenwillige Nuancen und ebenso obskure Klangszenarien, die zwar für eine eindrucksvolle Dynamik innerhalb des Gesamtkunstwerks sorgen, aber es in weiterer Konsequenz nicht leicht machen, sich wirklich auf die Platte einzulassen. Es herrscht eine Rastlosigkeit, damit muss man klarkommen - die Komplexität ist gewaltig. Wer es aber diffizil, experimentell und mit vielen „Aha!“-Effekten versehen mag, sollte sich „Aathma“ definitiv nicht entgehen lassen, da die Andorraner auf absolut höchstem technischem Niveau agieren. Speziell, aber gut!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2017.
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