CD-Rezension / Review / Kritik

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Prong Zero Days CD Cover

Prong „Zero Days“

(Steamhammer/SPV)
Die New Yorker Veteranen haben stets bewiesen, dass mit ihnen von Album zu Album zu rechnen ist. Doch seit ihrem Dreher „Ruining Lives“ aus dem Jahre 2014 sowie der letzten Studioplatte „X - No Absolutes“ haben sie ihren Sound dermaßen geschliffen, dass man von einem perfekten Prong-Signature Sound sprechen kann. Das haben sie jetzt mit ihrem neuen Album „Zero Days“ blendend weitergeführt. Die Scheibe präsentiert sich wie aus einem Guss und lässt sich dementsprechend geschmeidig durch die Hörbahnen pressen. Das mit einer mittlerweile perfekt abgestimmten Mischung aus Industrial Metal, Hardcore und biestigem Thrash. Entstanden sind so 13 neue Tracks, die durchweg zünden mit mächtig viel Groove, Power sowie Leidenschaft. Das ausgefeilte Riffing setzt sich ebenso im Hirn fest wie das treibende Drumming und die eingängigen Refrains. Es ist einfach ein Album, zu dem man vollends abrocken kann, da Härte und Melodie gleichberechtigt auf dem Dreher nach vorne drängen. Das mag sich nun alles sehr überschwänglich anhören, aber die Grenze zur berechtigten Lobhudelei ist einfach nicht existent. Zumindest für jeden Hörer, der Prong intensiv seit Anbeginn ihrer Laufbahn verfolgt. Was Tommy Victor auf „Zero Days“ raushaut, sind wuchtige Arrangements und zappelige Riffmonster mit einem modernen, aber immer straighten Prong-Klang. Hier einzelne Tracks rauszupicken, ist eigentlich nicht möglich. Aber wenn es sein muss, dann stehen an erster Stelle Songs wie der Opener „However It May End“, „Divide And Conquer“, „Blood Out Of Stone“, das super-eingängige „The Whispers“ oder „Rulers Of The Collective“. Ein modernes Metal-Monster!
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
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