CD-Rezension / Review / Kritik

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papa roach f.e.a.r

Papa Roach
„F.E.A.R.”
(Eleven Seven Music/Warner)
Die kalifornischen Alternative-Rocker sind nach sechs Studioalben alte Musikerhasen. Doch so richtig rund waren die Jahre nach dem Debütkracher „Infest“, insbesondere ab dem dritten Album „Getting Away With Murder“ 2004, nicht mehr. Denn an alte Erfolge konnte man nicht anknüpfen. Generell verlor die Band an Charisma sowie Frische. Das hat in jedem Fall ein Ende mit ihrer siebten Platte, auf der sich die Band unerwartet ihrer Fesseln entledigt. Auf „F.E.A.R.” rechnen sie nicht nur mit der Vergangenheit ab, sondern richten ihren Blick auch nach vorn. Gewiss klingt ihr Sound noch nach Papa Roach, aber authentischer, weniger gezwungen und vor allem sehr energetisch. Was Jacoby Shaddix hier in allen Variationen seiner Range ins Mikro hämmert, ist beeindruckend. Das Riffing ist prägnant und auch die Drums wummern herrlich belebend durch die Boxen. Es ist ein sehr melodisches Album geworden mit kernigem Rock, aber auch einigen Pop-Elementen. Sogar ein wenig HipHop ist dabei, zu hören im Song „Gravity“, wo Shaddix unterstützt wird von In This Moment-Röhre Maria Brink. Gut, diesen Track muss man nicht mögen, will auch nicht richtig zum Rest passen. Aber gut, die restlichen elf Tracks überzeugen, wobei besonders „Broken As Me“, „Never Have To Say Goodbye”, „War Over Me” sowie „Hope For The Hopeless” hervorstechen. Zusammengefasst hält man seit langer Zeit endlich wieder ein sehr intensives sowie abwechslungsreiches Rock-Album aus dem Hause Papa Roach in den Händen. Beide Daumen steil nach oben!
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

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