CD-Rezension / Review / Kritik

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monica richards kindred

Monica Richards

„Kindred“
(Danse Macabre/Alive)
Monica Richards gehört nicht zu den Künstlerinnen, die einfach nur ein Album abliefern. Die Sängerin, die zuvor Faith And The Muse und Strange Boutique ihre faszinierende, beschwörende Stimme lieh, erschafft jedes Mal ein Gesamtkunstwerk, in dem Musik, Inhalt und Artwork perfekt ineinandergreifen. Man könnte „Kindred“ ein Tier-Album nennen, schließlich spielte bei beinahe jedem Song ein Tier eine zentrale Rolle. Monica Richards wanderte durch die Natur und nahm die Geräusche der Fauna auf. Und sie nahm sogar auf, was ihre Katze Penelope beim Herumtatzen auf der Klaviatur produzierte – und packte es auf das Album. Die Einschränkung auf diese Ebene der Naturverbundenheit würde der musikalischen Dimension von „Kindred“ aber nicht gerecht. Richards wandelt mit ihrem musikalischen Partner Steve Niles durch ihre eigene Klanggeschichte: Es gibt die ätherischen Tracks, bei denen die Stimme eher zu schweben scheint („Kindred“, „Enchanted Mirror“), es gibt lupenreine Gothrock-Tracks („Fall“), einen aufs Wesentliche reduzierten Trauersong („Let You Go“) und einen extrem tanzbaren elektronischen Track („Lalala Song“), der an die „Infrawarrior“-Phase erinnert. Zudem hat Richards „Sparks“, einen alten Song von Faith And The Muse, neu aufgenommen und ihm einen schlankeren, moderneren Sound gegeben. Dass diese Sammlung verschiedener Richtungen trotzdem klingt wie ein Album aus einem Guss, ist eine weitere Meisterleistung. Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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