CD-Rezension / Review / Kritik

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beth orton kidsticks

Beth Orton
„Kidsticks“
(Anti/Indigo)
Die Stimme der englischen Sängerin Beth Orton gehört zum markantesten, was chartskompatible Musik in UK seit den 90ern zu bieten hatte. Auf „Kidsticks“ kehrt Orton nun, nachdem sie sich zuletzt vor allem im Folk-Bereich wohlfühlte, zu ihren elektronischen Wurzeln zurück. Zusammen mit Andrew Hung (Fuck Buttons) und David Wrench (Caribou/Hot Chip) sind zehn Songs entstanden, die trotz Loop-Verliebtheit jederzeit als Songs und nicht als Tracks durchgehen. „Kidsticks“ spiegelt dabei vor allem die Schönheit der Natur um Ortons aktuelle Wahlheimat Los Angeles wider, ohne ein Interesse an durchtanzten Nächten gänzlich zu leugnen. Der Vorteil des Erwachsenseins: die Partyfrequenz mag sinken, die Interessen verschieben sich, aber die allgemeine Lebensqualität steigt – meistens zumindest.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.