CD-Rezension / Review / Kritik

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Anette Olzon
„Shine“
(Ear Music/Edel)
Eine Frage, die sich Metal- und Rock-Fans seit der Ankündigung eines Soloalbums von ex-Nightwish-Sängerin Anette Olzon häufig stellten, war zweifelsohne die, in welchem Maß das Ergebnis nach Nightwish klingen würde. Mein persönliches Fazit: nicht besonders. Zwar gibt es verzerrte Gitarren und das ein oder andere Orchesterarrangement, aber das waren nie Alleinstellungsmerkmale der Finnen. Genauso könnte man „Shine“ mit Delain vergleichen oder als härtere Version von Angelzoom bezeichnen. Im Kern sind die Songs von Anette poppiger Rock, mal mehr, mal weniger heavy. Der Opener „Like A Show“ ist nicht besonders hart, entwickelt durch seine Wiederholungen und die Orchesterparts aber ordentlichen Druck. „Shine“ wartet mit heavy Riffs in der Strophe auf, wird aber im Refrain durch feine Gesangsmelodien aufgelöst. Eine gewisse Theatralik wohnt den zehn Songs inne, man kann auch zu den meisten Songs headbangen, aber es sind die Gesangsmelodien, auf die alles ausgerichtet ist: eingängige und gefühlvolle Melodien, die nicht viel Begleitung brauchen würden, aber denen ein starkes Arrangement auch gut zu Gesicht steht.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


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