CD-Rezension / Review / Kritik

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monno cheval ouvert


Monno
„Cheval Ouvert“
(Idiosyncratics)
Auf manche Dinge im Leben ist Verlass: zum Beispiel auf die gute, alte Metal-Avantgarde. Monno hauen mit „Cheval Ouvert“ ein Brett raus, das sehr schnell vergessen lässt, dass Noiserock/Sludge und Doom ihre besten Tage schon lange hinter sich haben. Wir erleben einen musikgewordenen Säureangriff in Form klirrender Gitarrenmuster und eines Schlagwerks, das jeden Freejazz-Drummer vor Neid erblassen lassen wird. Die wenigen Lücken, die Gitarre und Rhythmusgruppe übrig gelassen haben, werden flink mit Elektronik und extrem verzerrtem Saxophon geschlossen. Für die Ewigkeit eingefangen wurden vier lange Tracks von ex-Swans-Drummer und Skinny Puppy/Young Gods-Produzent Roli Mossimann. Im Masteringstudio hatte wieder einmal James Plotkin das Sagen – Sorgen um die Durchsetzungsfähigkeit des Sounds muss sich also niemand machen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.



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