CD-Rezension / Review / Kritik

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nisennenmondai na

Nisennenmondai
„#N/A“
(OnUSound/Rough Trade)
Das japanische Trio Nisennenmondai gehört in musikalischen Feinschmeckerzirkeln schon seit längerer Zeit zum erlauchten Kreis der Konsensbands. Die Mischung aus (Neo)Kraut, No Wave, handgespieltem Techno, Disko und Mathrock wird hier durch Produzent Adrian Sherwood um die Dub-Komponente erweitert. Das Fundament des Post-Punkt-Monsters der Japanerinnen bilden metronomhaftes Schlagwerk und hypnotische Gitarren/Bass-Monotonie. Die Zugabe aus der Dub-Trickkiste rückt es in Richtung Basic Channel und Co. Dennoch bleibt „#N/A“ eindeutig ein Nisennenmondai-Album. Erst bei der Bearbeitung der Bonustracks „A´“ und „B-1´“ öffnet Sherwood alle Grenzen und bastelt aus Aufnahmen aus dem Unit Club zwei nervös pochende und panisch um sich schauende Nummern. Musik zum Nägelkauen bei Fahrten durchs nächtliche Tokio. Tipp!
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.