CD-Rezension / Review / Kritik

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One I Cinema
„One I Cinema”
(Sistina Records/Soulfood)
One I Cinema kommen aus Deutschland, klingen aber nicht so. Das ist jetzt ganz wertfrei. Die Einflüsse der Osnabrücker sowie ihre produktionstechnischen Ansprüche sind hierzulande einfach nicht so häufig anzutreffen. Es handelt sich um harten Rock - leicht angeproggt - der sowohl Classic Rock à la Led Zeppelin als auch modernen Riff-Metal beleiht. Je nach Charakter des jeweiligen Songs können One I Cinema nämlich richtig gut minimalistische Riffs (als gutes Hörbeispiel: „My Vanity”) oder komplizierte Arrangements und Rhythmen wie man sie von Dredg kennt oder – in der härteren Variante – von System Of A Down. Der Gesang von Frontmann Marco Meyer bringt das Album zwar einen weiteren Schritt weiter in Richtung Prog, denn die eine oder andere Passage erinnert nicht wenig an Dream Theater, aber letzten Endes sind die Songs kompakt: fünfeinhalb Minuten sind schon eine Ausnahme. Balladen kann die Band auch, wie sie mit „Stay” und „If Anyone Cared” beweist. Kurz und gut: ein bemerkenswertes Debüt mit vielen Facetten, das Spaß macht und Neugierde auf Liveshows und weitere Alben weckt.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.