CD-Rezension / Review / Kritik

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the mission veo echoes

The Mission Veo
„Echoes“
(Spiralchords/COP Int/Alive)
Kurze Rezension zu kurzem Produkt: super Album. Punkt. Aber Spaß beiseite: The Mission Veo aus Los Angeles haben sich für ihren Zweitling trotz knapp bemessener Spielzeit schließlich auch alle Mühe gegeben, und „Echoes“ muss sich demzufolge keineswegs hinter dem Debüt „Strangers“ verstecken. Die Echos, die durch die sieben Songs wehen, sind auch diesmal äußerst vielfältig: Neben tanzbarem Post Punk hat das Quartett um Sänger Jonny Veo angestochenen Goth-Rock und vorwitzige Electronics im Gepäck – allen voran bei „Cold Heart Movement“, das von einer kickenden Sequenz angetrieben wird. Und auch wenn inzwischen die meisten mitbekommen haben dürften, dass bei den Kaliforniern keinerlei Verbindungen zu einer legendären Gothic-Band ähnlichen Namens bestehen, muss man beim rasanten Uptempo von „Fate Loves The Fearless“ doch kurz schmunzeln – das Stück klingt nämlich, als habe sich Wayne Hussey mit Editors zusammengetan, um eine neue Version von „Blood“ aufzunehmen. Trotzdem ein Highlight – und nicht das einzige eines ungemein dichten Albums, das auf das sich Hörer gleich mehrerer Szenen werden einigen können. Und das in nicht einmal 30 Minuten.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.