CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken

lost alone shapes of screams

Lost Alone

„Shapes Of Screams“
(Graphite Records/Edel)
Da sind sie endlich wieder! Ganz ehrlich, warum Lost Alone über den Status eines Geheimtipps nicht hinaus kommen, ist mir persönlich ein Rätsel, denn ihr cooler Rock-Sound ist einfach frisch, frech und überaus eigenständig. Auf ihrem dritten Album zeigen Steven Battelle, Alan Williamson und Mark Gibson, dass ihnen die Ideen keineswegs ausgegangen sind. Im Grunde ist man seiner Handschrift (atemlose Rock-Hymnen mit einer Prise zeitlos-jugendlichem Frischekick und Stevens stets zentraler Stimme) treu geblieben. „The Bells! The Bells!!“ powert richtig fett aus den Boxen, während es mit „Hostages (Destiny)“ sofort kraftvoll und leidenschaftlich weiter geht. Bei „G.U.I.L.T.Y“, „Apathy“ und „Requiem“ geht man mit richtig viel Experimentierfreude ans Werk. Auch die ruhigeren Atempausen wie „Mental Health“ und der philosophisch betitelte Schlusstrack „Breathing In The Future Exhaling The Past“ verdeutlichen, dass sich Lost Alone auch auf die balladeskeren Momente verstehen. Richtig tolle Anspieltipps sind aber vor allem „Scarlett Letter Rhymes“ und „Doooooooooomageddon (Global Thermonuclear Metafictional Warfare)“!
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.