CD-Rezension / Review / Kritik

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Kaunan Forn

Kaunan „Forn“

(By Norse Music/Membran)
Tief eintauchen in die Welt der Vergangenheit. Sich gedanklich darin verlieren und zumindest in der Fantasie jene Regionen erkunden, von denen man schon lange träumt. Den idealen Treibstoff für eine solche Reise liefert „Forn“, das Debütalbum des Nordic-Folk-Trios Kaunan. Göran Hallmarken (Hurdy-Gurdy und Sackpfeifen), Boris Koller (Kontrabasharpa) und Oliver Pade (Bouzouki und Mandora) verwirklichen mit diesem Projekt ihre Vision von traditioneller skandinavischer Musik. Nachdem sich das Trio über viele Jahre in die Materie eingearbeitet hat, legt es nun seinen ersten Longplayer vor, der ausgereifter tatsächlich nicht klingen könnte. Unterstützt von so illustren Gastmusikern wie Einar Selvik (Wardruna) und Maria Franz (u.a. Heilung) bedienen sich Kaunan seltener Instrumente, um vorchristliche Folklore erlebbar zu machen. Auf „Forn“ liegt der Schwerpunkt auf tanzbaren Kompositionen. Überwiegend instrumental dominieren leichte und durchscheinende Arrangements, die eine Vielzahl an Feinheiten in sich tragen. Immer wieder öffnen sich so kleine Fenster und Türen in eine fremde Klangwelt, aus der manches vertraut, anderes aber auch gänzlich neu erscheint. Einen weiteren Anreiz zum Erwerb der CD liefert das umfangreiche und liebevoll mit zahlreichen Illustrationen, Fotos und Informationen gestaltete Booklet.

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2017.
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Friday the 15th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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